Lexikon: Serval

 

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Serval
serval1.jpg|300px|Serval
Systematik (Biologie)|Systematik
Ordnung: (Carnivora)
Überfamilie: (Feloidea)
Familie: (Felidae)
Unterfamilie: Felinae
Gattung: Leptailurus
Art: Serval (L. serval)

Der Serval (Leptailurus serval) ist eine mittelgroße wilde Katzen|Katze Afrikas, die meist auf ockergelbem Grund schwarz gefleckt ist.

Merkmale

Der Serval ist eine mittelgroße Kleinkatze mit einer Körperlänge von 70-100 cm und einer Schulterhöhe von 54 bis 62 cm. Er hat einen kleinen Kopf mit großen, tütenförmigen Ohren. Seine Beine sind sehr lang: Innerhalb der Katzenfamilie hat keine andere Art in der Relation zum Körper längere Beine. Außerdem hat der Serval einen mittellangen Schwanz (etwa 40 cm), und der Körper ist sehr schlank gebaut (9-18 kg). Dadurch wirkt er elegant.

Sein kurzes, dichtes Fell ist meist auf ockergelben Grund schwarz gefleckt, aber diese Färbungen sind derart unterschiedlich, dass man zunächst annahm, dass es sich bei den Varianten um unterschiedliche Arten handelte. Man konnte allerdings inzwischen die verschiedenen Arten in einem Wurf nachweisen. Die Fleckung kann bis auf geringe Reste um die Augen völlig fehlen, sie kann aber auch auf dem Rücken zu Streifen verschmelzen.

Lebensraum

Servale bewohnen die Savannen Afrikas. Ihre langen Beine stellen eine Anpassung an das Leben im hohen Gras dar, denn sie ermöglichen es der Katze, über die Vegetation zu schauen. Der Serval fühlt sich um so wohler, wenn eine dichte Pflanzendecke vorhanden ist, da er hier mit seinen guten Ohren nicht eingeschränkt wird.

Das Verbreitungsgebiet liegt südlich der , eine Unterart aber (Berberserval, L. s. constantina) lebte einst in den Algerien|algerischen Küstenregionen; durch starke Verfolgung ist sie in die Höhen des Atlas (Gebirge)|Atlas zurückgedrängt worden, wo sie nun am Rande des Aussterbens steht. Ausgerottet wurde der Serval auch in weiten Teilen Südafrikas.

Lebensweise

Bild: serval2.jpg

Jagdverhalten

Der Serval ist ein dämmerungsaktiver Einzelgänger. Er ist ein reiner Fleischfresser, der Hasen, Mäuse, Erdhörnchen, Eidechsen und Wildhühner jagt. Hierbei hilft ihm sein gutes Hörvermögen, da er damit durch die kleinsten Geräusche seine Beutetiere orten kann. Dies kann er sogar durch die Erde hindurch, wobei er dann die Beute mit seinen langen Vorderläufen aus Erdlöchern herausholt.

In wasserreichen Habitaten haben sich manche Servale auf die Fischjagd oder sogar auf das Töten von Flamingos spezialisiert. An die Beute schleicht er sich nach typischer Katzenart an. Für gewöhnlich spielt er mit der Beute, bevor er sie tötet und frisst.

Geburt und Lebensdauer

Im Wurf eines Servals befinden sich zwei bis drei Junge, die meistens im verlassenen Bau eines anderen Tieres, zum Beispiel eines Erdferkels oder eines Stachelschweins, zur Welt kommen. Diese Jungen sind ausgesprochene Nesthocker, die die ersten vier bis fünf Wochen im Schutz des Baus verbringen.

Im Zoo wurden Servale zwanzig Jahre alt, ihre Lebensdauer in freier Wildbahn dürfte um einiges niedriger sein. Servale haben wenige Feinde, werden aber manchmal von größeren Katzen wie Leoparden erbeutet.

Weblinks

Kategorie:Katzen

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