Lexikon: Protuberanz

 

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Bild: Protuberanz.jpg. Weitere kleine Protuberanzen sind darüber und am linken Bildrand erkennbar]] Bild: Son-2.jpg

Protuberanzen sind Materieströme auf der , die am Rand der Sonnenscheibe als matt leuchtende Bögen beobachtet werden können. Erscheinen sie als dunkle, fadenförmige Strukturen vor der Sonnenscheibe, so werden sie Filamente genannt.

Protuberanzen erscheinen oft als große Bögen, die weit ins Weltall|All hinausragen. Oft haben sie eine Länge von einigen hunderttausend Kilometern, 40.000 km Höhe und 5.000 km Dicke. Besonders starke Ströme können auch über eine Million Kilometer weit über die Sonnenoberfläche aufsteigen, wobei der Bogen abheben kann und dabei die Materie ins Weltall schleudert.

Man unterscheidet zwei Arten von Protuberanzen:

  • Ruhende Protuberanzen sind Strukturen, deren Form sich oft Monate lang kaum verändert. Sie treten häufig in der Nähe von en auf und werden durch starke er erzeugt und in ihrer Form gehalten. Dabei fließt Materie entlang der magnetischen Feldlinien.
  • Eruptive Protuberanzen (auch aktive Protuberanzen genannt) sind Phänomene, die nur einige Minuten oder Stunden dauern. Hierbei wird Materie mit bis 1.000 km/s nach oben geschleudert. Sie entstehen manchmal aus ruhenden Protuberanzen, die nach dem Ausbruch meist wieder ihre alte Form annehmen.

Die Beobachtung von Protuberanzen war vor einigen Jahrzehnten nur während einer möglich, da die dieser Eruptionen vielfach schwächer als jene der ist. Seit der Erfindung von Instrumenten, die teilweise eine Art künstlicher Sonnenfinsternis erzeugen, sind jederzeit Beobachtungen und Messungen möglich. Solche Instrumente sind:

  • Der Koronograf,
  • das Protuberanzen-Spektroskop, und als spezielle Scanner-Technik auch
  • der Spektroheliograf zur Messung verschiedener Sonnenschichten
  • der Protuberanzenansatz
  • das H-alpha-Teleskop mit einem , der nur das Licht des Ionisation|ionisierten es durchlässt.


Siehe auch: , Spektrograf, Magnetik, Flare, Sonnenaktivität, ,

Kategorie:Sonne